Version françaiseSwitch to english
Länderindex

17.12.2002:
Wir verlassen Perth und starten in Richtung Süden. Wir fahren die Küste entlang und erleben so manche Überraschung!
Zuerst sind wir zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort und sehen ein paar Delphine in die Bucht schwimmen, an deren Strand wir gerade liegen. Vanessa springt ins Wasser und schwimmt zu ihnen - und die Delphine sind neugierig genug und haben anscheinend auch ihre Freude daran ein paar Minuten direkt neben ihr durchs Wasser zu paddeln!
In Dunsborough erkunden wir unter Wasser ein großes Wrack: Die Swan ist ein kleiner Zerstörer (etwa hundert Meter lang) der dort als künstliches Riff zum Vergnügen der Taucher versenkt wurde. Eine klasse Idee! Inzwischen fühlen sich dort schon viele Fische und Korallen zuhause, die Tauch-Bedingungen sind wegen der geschützten Lage in einer Bucht meistens ideal und wir erleben zwei interessante und ungewöhnliche Tauchgänge in und um dem Koloss aus Stahl.

10.12.2002:
Unser Auto ist da! Nach 24 Tage auf verschiedenen Schiffen wird der Container heute im Hafen von Fremantle abgeladen. Das Fahrzeug wird von Zoll und der Quarantäne-Behörde inspiziert und von beiden problemlos freigegeben. Nun noch schnell zur Inspektion und eine Zulassung kriegen, und schon dürfen wir ganz offiziell auf Australiens Straßen weiterreisen!
Das Abenteuer geht weiter!

08.12.2002:
Ein paar Kilometer westlich vor der Küste bei Perth liegt die Insel Rottnest, ein kleines Ausflugsparadies für gestresste Großstädter und Ferien-Fahrradfahrer. Auch wir haben uns zwei Tage Zeit genommen, um dieses Kleinod unter die Lupe zu nehmen.
Am ersten Tag packen wir unsere Räder auf die Fähre die uns in 30 Minuten auf das Inselchen bringt und fahren die elf Kilometer lange und 4,5 km breite Insel von vorne bis hinten ab. Ein weißer Sandstrand reiht sich an den nächsten. Menschenleere Buchten laden mit türkisem Wasser zum Baden ein, Wanderwege über sanfte Hügel und gute Strassen ohne Verkehr fordern zum Wandern bzw. Radfahren auf. Hier ist wirklich Entspannung angesagt. Kängurus im Mini-Format, die 40 cm großen Quokkas, lassen sich zwischen den grünen Bäumen und Büschen sehen und im Meer haben wir das Glück eine Schule von mindestens 15 Delphinen zu beobachten. Leider wird die Zeit zum baden für uns etwas knapp, denn wir müsse noch die letzte Fähre zurück nach Fremantle erwischen!
Am nächsten Tag schauen wir die Welt um die Insel Rottnest herum genauer an. Auf einem kleinen Boot machen wir uns wieder auf die Fahrt. Leider ist das Wind heute etwas heftiger und das kleinere Boot schaukelt deutlich langsamer hinüber zur Insel. Dort angekommen werfen wir uns "in Schale" und springen frohen Mutes ins 19 Grad kalte Wasser. Die Korallen hier lassen sich zwar nicht mir denen in Mosambik vergleichen, dafür bekommen wir viele interessante Algen zu sehen. Auch kleinere Fische tanzen uns einige vor der Nase herum und wir haben sogar zweimal das Glück, einen Port-Jackson-Hai zu entdecken. Nach zwei Tauchgängen durch kleine Tunnels, unter Überhängen und über Algen-Wiesen müssen wir uns wieder auf den Weg zurück machen, obwohl es noch viele andere schöne Tauchplätze rund um die Insel herum geben soll.

04.12.2002:
Ein seltenes Ereignis: Heute ist eine Sonnenfinsternis im südlichen Afrika und auch in Australien zu sehen. Leider ist dort wo wir sind die Sonne nur zu 80% vom Mond verdeckt - ohne unser Auto war es ein bisschen schwierig spontan noch die 2000 km bis zu der Stadt zu fahren, in der für 32 Sekunden die totale Finsternis zu sehen gewesen wäre. Und zu unserem größeren Pech weis hier in West-Australien auch fast niemand, dass dieses Spektakel überhaupt stattfindet! So konnten wir uns nicht einmal die entsprechenden Brillen besorgen ...
Aber wir geben nicht auf und suchen uns zur besagten Uhrzeit - um 17:07 ist das Maximum (äh, das Minimum der Sonne) zu sehen - ein schönes Plätzchen am Strand. Ein T-Shirt, im richtigen Maß gedehnt und schnell bewegt dient hilfsweise als Filter und eine Lupe auf schwarzem Papier als notdürftiger Projektor. Und da wir ja wissen was wir zu erwarten haben, sehen wir auch tatsächlich wie sich eine dunkle Scheibe vor die Sonne schiebt, diese nur noch eine dünne Sichel wird und anschließend die dunkle Scheibe wieder verschwindet ... Wir sehen immerhin genug um sagen zu können: wir waren dabei!

28.11.2002:
Um von den seltenen öffentlichen Verkehrsmitteln etwas weniger abhängig zu sein, kaufen wir uns zwei gebrauchte Fahrräder und erkunden Perth und Umgebung damit.
In den letzten Tagen fahren wir einige Kilometer: wir besuchen Fremantle, die Hafenstadt in der Nähe von Perth, wo unser Auto bald ankommen soll. Und bei dieser Gelegenheit genießen wir auch gleich noch das Festival der Stadt. Feuerspucker und Bands, Künstler und Lebenskünstler treffen sich in den Straßen und genießen den lauen Abend.
Auch Perth selbst durchstreifen wir auf unseren Drahteseln ausgiebig: Am Swan-Fluß entlang erstrecken sich schmucke Villen und auch das Stadtzentrum wirkt entspannter als so manche andere Großstadt. In viele Grünanlagen und Parks entspannen Menschen, in weiten Einkaufspassagen wird kräftig geshoppt und vor den Cafés sitzen die Einheimischen und tauschen die neuesten Neuigkeiten aus. Vor allem Abends, wenn die untergehende Sonne die Skyline erglühen lässt, gefällt uns Perth am besten.

21.11.2002:
Heute verlassen wir Afrika! Nach sieben Monaten Reise, Entdeckungen und Abenteuern, fällt uns der Abschied von diesem Kontinent etwas schwer. Was werden die nächsten Kontinente mit sich bringen?
Nach achtzehn Stunden Flug (und kurzem Aufenthalt in Dubai) landen wir in Perth, im Westen Australiens!
Wir sind gespannt auf den kleinsten aller Kontinente, den keiner von uns bisher betreten hat. Aber zuerst dürfen auch wir die Einwanderungsbehörde kennen lernen: Unsere Kekse werden genau begutachtet, ebenso unsere Zeltstangen. Aber kein Problem: Alles ist sauber und wir werden herzlich willkommen geheißen auf der größten Insel der Welt!


Seiten:  26 .. 16 15 14 13 12 .. 1