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Länderindex

11.01.2003:
Wir erreichen den Staat Südaustralien (SA). Die ersten europäischen Siedler sind hier in 1836 aus England angekommen. Damals haben hier ungefähr 12.000 Aborigines gelebt. Heute zählt SA ungefähr 1,5 Millionen Einwohner, davon 21.000 Aborigines.
Wir verbringen ein paar Tage in Adelaide, der Hauptstadt des Staates. Die charmante Stadt wurde im 19. Jahrhundert von den ersten Siedlern gegründet und zeigt einen auffälligen Grundriss: Das fast rechteckige Zentrum ist eingerahmt von großen Parks, die der Stadt ein angenehmes Klima und eine entspannte Atmosphäre geben. Wir spazieren ein bisschen durch die Straßen zwischen alten Häusern und besuchen ein paar der vielen interessanten Museen.

05.01.2003:
Wir durchqueren die berüchtigte Nullarbor-Ebene (kommt vom lateinischen "nullus arbor" = "kein Baum") und brauchen dafür immerhin fünf Tage. Diese Straße ist so bekannt, da sie die einzige Ost-West-Verbindung im Süden des Landes ist. Der größte Teil führt durch heute noch unbewohntes Gebiet. Offiziell verbindet der 2.700 Kilometer lange "Eyre Highway" Adelaide mit Perth (auch wenn dazwischen doch ein paar kleinere Orte liegen) und 1912 fuhr zum ersten mal ein Auto die Strecke, auf der erst 1976 das letzte Teilstück geteert wurde. Seit dem hat sie etwas ihren Schrecken verloren, ist aber immer noch ziemlich lang.
Wir begnügen uns mit 1.500 Kilometern durch die Einsamkeit, auf denen die "Road Houses" - Versorgungspunkte alle 200 Kilometer - zu Höhepunkten werden. Unterwegs treffen wir sonst hauptsächlich Road Trains und zwischendurch auch manchmal wilde Tiere. Jedenfalls gibt diese Straße einen guten Eindruck von der Größe Australiens!

31.12.2002:
Wir haben wahrscheinlich das beste Fest im Umkreis von 500 km gefunden: Der Surf Life Saving Club gibt eine Beach Party mit Bands, Feuerwerk und viel Stimmung. Wir amüsieren uns bestens am Strand unterm Lichterregen und stoßen auf unsere Freunde an - wann immer das neue Jahr für sie anfängt.

24.12.2002:
Leider spielt das Wetter nicht ganz mit, aber wir genießen auf jeden Fall ein ungewöhnliches Weihnachten: Am Weihnachtsabend flüchten wir vor der Kälte (20°C) ins Restaurant. Später im Zelt bringt der Weihnachtsmann Geschenke und wir denken heftig an die Lieben zuhause. Am nächsten Tag fahren wir nach dem Frühstück mit Kuchen an den Strand und machen's uns auf dem Gipfel einer Düne bequem. Jetzt gibt's das geplante Weihnachtsessen: Als Vorspeise Lachs, dann Garnelen in Knoblauch gegrillt und dann Fondue. Dazu natürlich Australischen Wein, versteht sich.

23.12.2002:
Rund um Pemberton fahren wir durch viele beeindruckende Wälder: Das Holz der Karri-Bäume war früher in Europa beliebt und lange Zeit Wirtschaftsgrundlage der Gegend. Die Bäume werden bis zu 60 Meter hoch! Wir besteigen einen dieser Riesen, der lange Zeit als Feuer-Ausguck genutzt wurde.
Und gleich ein paar hundert Kilometer weiter westlich finden wir ebenso beeindruckende Eukalyptuswälder. Hier spazieren wir durch und über den Wald auf einem Treetop-Walk, in bis zu 40 Metern Höhe gespannten Brücken. Die Bäume hier werden auch beeindruckend groß und sehr alt: Manche der innen ausgebrannten Riesen sind schon 400 Jahre alt.

18.12.2002:
Australien hat an seinen süd-westlichen Ende ein Stückchen Land überstehen - und dieses hat im Norden und Süden jeweils ein kleines Kap; beide haben ihre Namen von den europäischen Entdeckern erhalten: Cape Naturaliste und Cape Leeuwin. Wir pilgern nicht den ca. 150 km langen Wanderweg entlang, der beide Landenden verbindet, sondern bleiben natürlich auf der Straße. Hier gibt's nämlich auch viel zu sehen. Wir besuchen die Ngilgi Cave mit ihren beeindruckenden Tropfsteinformationen. Sie ist nur eine von vielen solchen Höhlen, die hier im gelben Sandstein entlang der Küste zu finden sind.


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