11.02.2003: Wir sind wieder auf dem Festland - d.h. der größeren Insel Australiens. Die Fähre hat uns in 10 Stunden sicher von Devonport über die Bass-Straße nach Melbourne gebracht.
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08.02.2003: Langsam geht unser Tasmanien-Besuch dem Ende entgegen, aber vorher müssen wir natürlich noch Hobart - die Hauptstadt dieses Staates - einen Besuch abstatten. Mit einem großen Hafen an der Küste gelegen ist sie das wirtschaftliche Zentrum von Tasmanien. Wir haben glück mit dem Wetter und besteigen den nahe gelegenen Mt. Wellington, von dem aus wir einen gigantischen Blick über die Stadt und deren Umgebung haben. Wir können sogar noch die Berge in 150 km Entfernung erkennen!
Hier besuchen wir außerdem auch die Familie von Guy und Claire, die vor 15 Monaten aus Zimbabwe geflohen ist. Als weiße Farmer hatten sie dort seit der "Landreform" von Mugabe ein hartes Leben und schließlich wurde die Gewalt und Unterdrücken die von dem korrupten Regime ausgeht zu groß. Hier versuchen sie jetzt, sich eine neue Existenz aufzubauen - und nicht zu oft an ihr Mutterland zu denken.
Und noch ein Ereignis: Dieses Wochenende ist Holzboot-Festival und wir haben das Vergnügen unzählige Holzboote vom ganzen Kontinent bewundern zu können. |
02.02.2003: Etwa 5.000 Kilometer Meer trennen Tasmanien von der Antarktik. Ein Grund mehr, dass wir uns die Unterwasserwelt dieser Region hier genauer anschauen! Nachdem wir die warmen Gewässer des südlichen Afrikas schon öfter besucht haben, tauchen wir jetzt im zehn Grad kälteren Wasser bei Eaglehawk Neck. Leider können wir uns nicht genügend Zeit nehmen um alles was hier unten herumschwimmt kennenzulernen, aber wir schnuppern mal ein bisschen rein und sehen schon ganz andere Tiere als weiter im Norden! Und weil es so viel zu sehen gab, gibts hier wieder eine Sonderseite. |
28.01.2003: Ein Abendspaziergang am Meer, die Sonne geht gerade unter, eine leichte Brise erfrischt uns und nur das Rauschen der Wellen ist in der Abendstille zu hören ... aber Vorsicht!
Wir müssen aufpassen wo wir hintreten, denn jetzt ist die Zeit zu der die kleinen Pinguine an Land kommen! Entlang der Ostküste - vor allem in der Gegend um Bicheno - kommen diese niedlichen Tierchen jedes Jahr zum Brüten an Land. Sie legen ihre Eier in kleine Nester im Buschwerk an der Küste. Den ganzen Tag verbringen sie im Meer auf Nahrungssuche um Abends zurück zu ihrem Nachwuchs zu kommen und diesen zu füttern. 35 cm groß werden sie, mit blau schimmerndem Gefieder und sie laufen wirklich sehr niedlich durch die Nacht. Sobald der Nachwuchs alt genug ist, kehren sie für den Rest des Jahres zurück in antarktische Gewässer. |
24.01.2003: Als erstes erforschen wir die Westküste Tasmaniens. Sie gilt als die ursprünglichste und wildeste Region des Staates - mit nur einer durchgängigen Straße: Der "Western Explorer" ist eine Schotterpiste die erst vor fünf Jahren fertiggestellt wurde. Nach einigen Tagen zwischen Wäldern und Stränden kommen wir in das kleine Touristenstädtchen Strahan. Hier geben wir uns der Versuchung hin und fliegen in einem Wasserflugzeug eine Stunde über das Delta des Flusses Gordon und den kilometerlangen sandigen "Ocean Beach". Spektakulärer Höhepunkt ist der Flug knapp über dem Fluss Gordon durch dessen kurvige Schlucht - links und rechts erstreckt sich der Regenwald mehrere hundert Meter hoch und so weit das Auge reicht. Wir machen Zwischenstop an einem romantischen Wasserfall bevor uns das sechssitzige Flugzeug wieder zurück in den Hafen von Strahan bringt. |
15.01.2003: Die beeindruckende Fähre "Spirit of Tasmania" wartet schon auf uns im Hafen von Melbourne. Bevor wir an Bord dürfen werden wir streng kontrolliert und müssen nicht nur vier Kartoffeln, eine Zwiebel und drei Zucchini, sondern auch - aus Sicherheitsgründen - 40 Liter Diesel aus unseren Kanistern hier lassen.
Um 9 Uhr Abends sind alle an Bord und wir legen ab in Richtung Süden. Bevor die Sonne untergeht genießen wir noch einen kurzen Blick auf die Skyline von Melbourne. Nach einer Nacht mit wenig Schlaf legen wir neun Stunden später in Devonport, dem nördlichen Hafen von Tasmanien an.
Wir sind nicht die einzigen, die das Schiff verlassen: Tasmanien ist ein beliebtes Reiseziel für Australier aus den anderen Staaten - vor allem im Sommer, wenn das Klima in Tasmanien deutlich kühler ist als "auf dem Festland". |