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Länderindex

03.08.2002:
Da wir nun so lange in der Zivilisation (d.h. unter Menschen) waren, ruft uns wieder die Wildnis. Im Nordteil des Kafue Nationalparks gehen wir auf die Pirsch. Der Park ist mit 22 400 km² der größte Park Zambias und gleichzeitig der älteste (1950 gegründet).
Wir haben viel Glück und beobachten neben vielen anderen Tieren einen Löwen auf der Jagd nach einem Warzenschwein und zwei Geparden - die drei Wildkatzen sehr nah!

02.08.2002:
Anlässlich einer Kundgebung wurden wir wieder auf ein dunkles Kapitel Afrikas aufmerksam gemacht: Im Südlichen Afrika ist AIDS erschreckend weit verbreitet. In manchen Gegenden Zambias und Zimbabwes wird der Anteil der HIV-Infizierten Menschen auf über 80% geschätzt - eine Zahl die vielleicht aus der Luft gegriffen ist, da eine tatsächliche Schätzung schwer möglich und oft nicht erwünscht ist.
In Zambia ist in den letzten Jahren die statistische Lebenserwartung für Männer auf 37 Jahre, für Frauen auf 40 Jahre gesunken. Vor zehn Jahren war sie trotz schlechterer Medizinischer Versorgung deutlich höher. Die zahlreichen Aufklärungsprogramme scheinen kaum Erfolg zu haben (wohl wegen ihrer Gegensätzlichkeit zur herrschenden Lebensart), Therapien zur Behandlung der Krankheit werden aus finanziellen Gründen praktisch nie angewandt.

01.08.2002:
In Limulunga besuchen wir das Museum der Lozi, eine Volksgruppe die vor allem hier im Westen Zambias lebt. Das ehemalige Königreich dieses Volkes setzte sich schon aus vielen verschiedenen Volksgruppen zusammen. Ihr König - der Litunga - hat zwei Regierungssitze: einen hier in Limulunga und einen in Lealui, einem Dorf westlich von hier, das zwei Monate im Jahr, wenn der Zambezi Hochwasser hat, überschwemmt ist. Der Umzug von diesem tiefergelegenen Palast zu dem Hochlandpalast wird jedes Jahr mit einer riesigen Zeremonie - der Ku'Omboka - gefeiert.
Die Lozi sind ab ca. 1700 vom Kongo her eingewandert und haben hier viele Stämme unterworfen. Ab 1835 wurden sie selbst von den aus Südafrika kommenden Kololo überwältigt, die 25 Jahre lang die Macht in der Region ausübten. Sie verheirateten viele ihrer Töchter mit den Lozi, wodurch ihre Sprache und vieles ihrer Kultur mit in das Leben der Lozi übertragen wurde und bis heute erhalten ist. 1860 konnten sich die Lozi wieder kriegerisch gegen die Kololo behaupten und seit dem hat wieder der Litunga das Sagen.

30.07.2002:
Wir entspannen drei Tage hier am Flusslauf des Zambezis. Die abwechslungsreiche Flusslandschaft im Überschwemmungsgebiet (der Zambezi schwillt nach der Regenzeit auf die dreifache Wassermenge an) und die liebenswerten Menschen hier machen uns den Abschied (fast) schwer.
Aber auch hier finden wir Schattenseiten: in Nangwechi, dem Dorf in dem wir bleiben, ist eines von mehreren Flüchtlingslagern der UN. In der Region leben zur Zeit angeblich etwa 280.000 Flüchtlinge aus Angola, und täglich werden es mehr.

26.07.2002:
Wir verlassen Botswana: Mit einer kleinen, überladenen Fähre setzen wir über den Chobe und befahren Zambia, das dritte Land auf unserer Reise!

25.07.2002:
Noch einmal genießen wir den Wildreichtum Botswanas: Im Nordteil des Chobe Nationalpark - entlang des Flusses Chobe - erspähen wir wieder unzählige wilde Tiere, darunter viele Kudus, Rappenantilopen und Elefanten.
Der Park misst 11.700 km² wovon der größte Teil im sandigen Gebiet der Kalahari liegt. Dort leben zwar auch viele Tiere, diese sind aber im dichten Mopane-Wald schwer zu finden - im Gegensatz zum 80 km langen Uferstreifen an der Nordgrenze des Parks.


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